Ein Koi in leuchtenden Korall- und Pinktönen, umgeben von wirbelndem Wasser. Das Sinnbild dieses Blogs: ruhig gegen den Strom schwimmen.
KOI

Der Koi steht für Glück und dafür, ruhig gegen den Strom zu schwimmen.

Gegen den Strom

Zweite Hand, erste Wahl.

Warum ich fast nichts mehr neu kaufe: länger suchen, länger freuen und Dinge eine zweite Chance geben.

Früher war Neu für mich das Normale. Neu bestellt, neu geliefert, neu im Schrank. Bis ich gemerkt habe, wie wenig davon geblieben ist: Die meisten Dinge waren schnell da und genauso schnell wieder uninteressant.

Secondhand hat das für mich umgedreht. Es ist langsamer, ehrlicher und überraschend schön. Und es passt zu dem, was dieser Blog für mich bedeutet: ruhig den eigenen Kurs schwimmen, auch wenn der Strom in eine andere Richtung zieht.

Mein Aha-Moment
Die schnelle Welt verspricht alles sofort. Die zweite Hand lehrt mich, dass es auch ohne sofort geht.

Meine Geschichte

Wie gebraucht zur ersten Wahl wurde

Anfang

Es begann mit einem Stuhl

Ich wollte eigentlich nur schnell einen Stuhl für meinen Schreibtisch. Statt in ein Möbelhaus zu fahren, bin ich an einem Samstag über einen Flohmarkt geschlendert und habe einen alten Holzstuhl mitgenommen, dessen Sitzfläche jemand liebevoll abgeschliffen hat. Der Stuhl steht bis heute bei mir. Und er hat mir zum ersten Mal gezeigt, dass Dinge, die schon ein Leben hinter sich haben, ein Zuhause anders erzählen als Neuware.

Geduld

Länger suchen, länger freuen

Secondhand ist unbequem. Es gibt keine Regale, aus denen ich genau das nehme, was gerade beworben wird. Ich suche länger, warte länger, lasse Dinge liegen und komme wieder. Genau das ist für mich der Reiz: Was ich auf diese Weise mitbringe, will ich behalten. Die schnelle Welt verspricht mir alles sofort. Die zweite Hand lehrt mich, dass es auch ohne sofort geht.

Wandel

Was sich für mich verändert hat

Meine Wohnung ist ruhiger geworden. Weniger Zeug, das irgendwann wieder raus soll, dafür Dinge mit einer Geschichte: die Vase von der Marktbeschickerin, die Jacke aus dem Secondhandladen um die Ecke, der Stuhl vom Flohmarkt. Ich kaufe nicht mehr, was die Saison mir vorschreibt. Ich hole mir, was bleibt. Das fühlt sich für mich an wie der gleiche Eigensinn, mit dem ich auch sonst ruhig meinen eigenen Kurs schwimme.

Mein Fazit

Gebraucht kaufen ist für mich längst die erste Wahl.

Ich predige niemandem etwas. Wer Neuware liebt, soll Neuware kaufen. Für mich ist der Weg über die zweite Hand aber entspannter, ehrlicher und schöner geworden. Und wenn Sie wissen möchten, wie ich überhaupt dazu gekommen bin, Ruhe gegen Hektik zu tauschen, lesen Sie meinen Beitrag über das langsame Lesen.

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